Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. (5, 8b.9)

   

Karfreitag

 

Karfreitag

Der Name des Karfreitags geht zurück auf das althochdeutsche Wort „kara“, was soviel bedeutet wie Klage/ Trauer. Heute starb unser Herr Jesus Christus genau in der Stunde am Kreuz, als im Jerusalemer Tempel die Opferlämmer für das Paschafest geschlachtet wurden. So erfüllte sich die Prophezeiung des Abraham (1. Mose 22, 8).

An diesem hohen Feiertag ehrt die Kirche den Opfertod ihres göttlichen Erlösers durch eine eigene und sehr besondere Liturgie in herber, äußerer und innerer Schlichtheit.

So findet sich kein Blumenschmuck auf dem Altar und der Kirche, es sind die schwarzen Antependien aufgelegt, die Kerzen werden noch während der Liturgie gelöscht, während nur die Sterbeglocke – bei uns die mittlere Glocke „Concordia“ – läutet, danach verstummen bis zur Auferstehung Christi in der Osternacht alle Glocken und die Orgel.

Die Elemente der Liturgie sind wesentlich reduziert, im Mittelpunkt stehen die Lesung der Johannes-Passion, die Worte Gottes an sein Volk und die Großen Fürbitten. Zu deren Verständnis ist es gut, daran zu denken, dass sie genau in jener Stunde verrichtet werden, in welcher aus der Seite Christi (des „neuen Adam“) die Kirche als seine Braut geboren wurde.

Die Andacht endet ohne Segen, da diese liturgische Feier im Sinne der Einheit der Feier der Heiligen drei Tage (Triduum Sacrum) erst mit der festlichen Osternacht endet.